Zwischen zwei Welten

Larven und Libellen von Paul-André Robert

Der wissenschaftliche Zeichner Paul-André Robert (1901–1977) veröffentlichte 1958 sein Lebenswerk, das den Libellen gewidmet war. Der mit 48 Farbtafeln illustrierte Band zeigt die ausgewachsenen Insekten in ihrem Habitat. Aber bereits als Dreizehnjähriger, 1914, beschäftigte er sich in wissenschaftlichen Zeichnungen mit Libellen, die erst 50 Jahre nach ihrer Entstehung in dem Libellenatlas ODONATA. Die Libellen der Schweiz veröffentlicht wurden.


Bis heute unveröffentlicht ist sein Spätwerk zu den Libellenlarven. Die um ein Vielfaches vergrösserten, hochpräzise und isoliert dargestellten Larven tragen die Anmut urzeitlicher Wesen. Notizen des Künstlers auf den Aquarellen geben Auskunft über Art, Geschlecht, Grösse, Fundort und Datum sowie spezifische Eigenheiten ihrer Erscheinung. Zu einigen der Larven finden sich auf separaten Blättern Darstellungen der Tracheenkiemen und anderer Bestimmungsmerkmale.


Das NMB zeigt wissenschaftliche Zeichnungen von Larven und den entsprechenden Libellen Paul-André Roberts. Es schliesst sich damit ein Kreis in seinem Lebenswerk und eröffnet einen neuen Blick auf das umfangreiche Werk des Bieler Künstlers und auf die beeindruckende Welt der Libellen.


Abbildungen

Paul-André Robert (1901-1977), Zweigestreifte Quelljungfer, Cordulegaster annulatus, Larve im Profil, 1966, Aquarell, Bleistift auf Papier, Sammlung Robert, NMB Neues Museum Biel
Foto: Patrick Weyeneth, NMB
Paul-André Robert (1901-1977), Pyrrhosoma nymphula, Frühe Adonislibelle, Tracheenkiemen 10-fach vergrössert, Aquarell und Bleistift auf Papier, Sammlung Robert, NMB Neues Museum Biel
Foto: Patrick Weyeneth, NMB
Paul-André Robert (1901-1977), Pyrrhosoma nymphula, Frühe Adonislibelle, Libellenpaar beim Tandem im Habitat 3-fach vergrössert, undatiert (vor 1958), Sammlung Robert, NMB Neues Museum Biel
Foto: Patrick Weyeneth, NMB
Paul-André Robert (1901-1977), Anax imperator, Grosse Königslibelle, Libelle ♂, Aquarell und Bleistift auf Papier, 1922, Sammlung Robert, NMB Neues Museum Biel
Foto: Patrick Weyeneth, NMB